Assam Tee Sorten

Assam Tee Sorten – die wichtigsten Unterschiede aus dem größten Anbaugebiet der Welt

Es gibt unzählige Assam Tee Sorten. Kein Wunder, das Anbaugebiet im Norden Indiens ist das größte der Erde. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die wichtigsten Sorten und ihre Unterschieden vor.

Assam Tee Sorten

Assam Tee SortenDie beliebte Teesorte Assam Tee stammt aus dem gleichnamigen Bundesstaat im Norden Indiens. Hier wird hauptsächlich schwarzer Tee angebaut und hergestellt. Sein Geschmack ist kräftig und malzig. Er wird aber auch wegen seiner positiven gesundheitlichen Eigenschaften sowie der anregenden Wirkung des enthaltenen Koffein geschätzt. Assam Tee Sorten sind Bestandteil vieler prominenter Teemischungen wie dem Ostriesentee, dem English Breakfast Tee und dem indischen Masala Chai.

Das Klima in Assam ist tropisch, der Fluss Brahmaputra sorgt vor für fruchtbare Böden. Der Teeanbau wurde von den britischen Kolonialherren im 19. Jahrhundert begründet. Die hier wachsende Teepflanze trägt den Namen Thea Camellia assamica und unterscheidet sich in Geschmack, Wirkung und Koffeingehalt von der chinesischen Stammpflanze Thea Camellia sinensis.

Unterschiede der Assam Tee Sorten

Man unterscheidet Assam Tee Sorten nach verschiedenen Kriterien. Eines davon ist der Erntezeitpunkt. Hier gibt es vier Perioden. Nach der Winterpause beginnt die erste Ernte namens First Flush Ende Februar und reicht bis in den April. Die ersten Tees des Jahres haben ein zarteres Aroma und eine hellere Farbe in der Tasse als die Sorten. Dafür enthalten sie besonder viel Koffein. Die zweite Periode namens Second Flush reicht von Mai bis Juli. Diese Tees sind kräftig und leuchten dunkel in der Tasse. Second Flush Tee wird oft mit Milch getrunken und kann auch mit kalkhaltigem Wasser zubereitet werden. Im Anschluss folgt die Regenzeit, diese Ernteperiode nennt man Monsoon.  Die Tees aus dieser Ernteperiode werden meist in Mischungen und aromatisierten Teesorten eingesetzt. Im Herbst schließlich folgt die Autumnal Periode, die von September bis November reicht. Diese Tees sind oft mittelkräftig und haben einen intensiven Geschmack, der aber in der Regel wenger vielschichtig ist. Herbsternten enthalten weniger Gerbsäure.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von Assam Tee Sorten ist die Blattsortierung.  Im Herstellungsprozess werden die geernteten Teeblätter oft beschädigt. Ganze Blätter sind wertvoller als gebrochene Blätter. Mit großen Sieben werden deshalb verschiedene Qualitätsstufen sortiert, die Sie an folgenden Buchstaben erkennen:

  • SFTGFOP (Super Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe) 
    Dieser Schwarztee besteht aus ganzen Blättern mit vielen jungen Blattspitzen und Blattknospen.
  • FTGFOP (Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe) 
    Die zweitbeste Kategorie besteht aus ganzen Blättern mit vielen Blattspitzen und Knospen.
  • TGFOP (Tippy Golden Flowery Orange Pekoe) 
    In dieser Kategorie finden Sie ganze Blätter mit Blattspitzen und Knospen – aber nicht mehr die ganz jungen Triebe.
  • TGBOP (Tippy Golden Broken Orange Pekoe)
    Diese Kategorie kombiniert gebrochene Blätter mit Blattspitzen und Knospen und ist auch als Goldspitzentee bekannt.
  • BOP (Broken Orange Pekoe) 
    Hier finden Sie ausschließlich gebrochene Blätter ohne Knospen oder Blattspitzen.
  • CTC (Curled Teared Crushed) 
    Hier wurden die Teeblätter maschinell besonders klein gebrochen um den Tee besonders stark zu machen.
  • Fannings oder Dust sind die kleinsten gebrochenen Partikel, die als Abfall bei der Sortierung durch die Siebe fallen. Diese Qualitäten kommen in Teebeuteln zum Einsatz.

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Photocredit: ASSAM LANDSCAPE by rajkumar1220 under license Creative Commons 2.0