Chinesischer grüner Tee

Chinesischer Grüner Tee – Sorten, Herstellung & Zubereitung

Chinesischer grüner TeeChinesischer grüner Tee ist die Lieblings-Teesorte vieler Teetrinker. Kein Wunder, die Chinesen haben schließlich das Teetrinken erfunden. In diesem Beitrag erläutern wir Ihnen die Geschichte und Herstellung von Grüntee, beleuchten die wichtigsten Sorten und erklären Ihnen die richtige Zubereitung. 

Geschichte & Herstellung

HerstellungIn China wurde Tee entdeckt. Wann genau mit dem Teetrinken begonnen wurde, lässt sich jedoch nicht nachweisen. Eine Legende besagt, dass der chinesische Kaiser Shen NungJahr 2727 v. Chr. das feine Getränk entdeckte, als ihm bei einem Spaziergang durch einen Windstoß mehrere Blätter eines wild wachsenden Teestrauches in sein Wasser wehten. Im Jahr 221 v. Chr. gab es bereits eine Teesteuer in China. Seit dem wurde die Herstellung perfektioniert und es wurden viele verschiedenen Sorten entwickelt. Für die Herstellung bedarf es vier Schritten: 
  1. Die jungen Blätter des Teebusches werden geerntet
  2. Die Blätter werden mit großen Walzen aufgebrochen, damit die Blattsäfte austreten
  3. Durch rösten in großen Wokpfannen wir die Fermentation unterbunden
  4. Nach der Trocknung ist der grüne Tee fertig

Heute wird in 20 der 32 Provinzen Chinas Tee angebaut. Grüner Tee stammt meist aus den südlichen Provinzen wie Guangdong und Fujian sowie Hunan und Anhui nördlich des Jangtse.

Chinesischer grüner Tee – die wichtigten Sorten

Gunpowder TeeEine der bedeutendsten Sorten ist der Gunpowder Tee. Der chinesische Name lautet „Zhu Chai“ was so viel bedeutet wie „Perlen Tee“. Man erkennt Gunpowder an den kugelförmig gerollten Blättern und dem kräftig, rauchigem Geschmack. Gunpowder bedeutet Schießpulver, dieser Name spielt sowohl auf den intensiven Geschmack sowie die kugelförmigen Blätter an. Er schmeckt kräftig, mit rauchigen Noten, aber auch Honigaromen. Feine Qualitäten haben Noten von Gras und weißem Pfeffer. 

SortenLung Ching Tee (oder auch Long Jin) gehört dort zu den 10 bedeutendsten Teesorten der Welt. Er stammt aus 
der chinesischen Stadt gleichen Namens in der Provinz Zhejiang. Zu diesem Tee gibt es eine Legende nach der ein Drache der in einem Brunnen in Lung Ching lebte die Dorfbewohner tyrannisierte. Dann entdeckte er die feinen Teeblätter, die um den Brunnen herum wachsen. Fortan tat er sich an diesen gütlich, anstatt die Jungfrauen des Dorfes zu schänden. deshalb ist Lung Ching auch als Drachenbrunnentee bekannt. Er wird ausschließlich im Frühling geerntet und besteht zu einem Drittel aus Knospen. Er hat ein charakteristisches flaches Blatt und bildet eine hellgrüne bis gelbgrüne Farbe in der Tasse. 

Pilo ChunPilo Chun bedeutet übersetzt „Frühlingsschnecke“. Dieser chinesische grüne Tee wird in Suzhou in der Provinz Yunnan hergestellt. Das Besondere: Auf der Teeplantage wachsen Obstbäume. Der so entstehende Halbschatten sowie das Fallobst bereichern den Boden. Dadurch entsteht ein fein, fruchtiger Geschmack und viele gesunde Inhaltsstoffe, er enthält besonders viele Polyphenole und Aminosäuren. Sie erkennen Ihn an dem schneckenförmig gedrehten Blatt.

Die richtige Zubereitung

Die richtige Zubereitung ist ganz einfach, wenn Sie unsere Anleitung in 3 Schritten befolgen: 

  1. Geben Sie einen gehäuften Teelöffel Teeblätter je Tasse Wasser (250 ml) in ein Sieb.
  2. Bringen Sie Wasser zum Kochen und reduzieren die Hitzezufuhr. Sobald das Wasser auf 80°C abgekühlt ist, hat es die optimale Temperatur. 
  3. Überbrühen Sie den Tee und lassen ihn 2-3 Minuten ziehen.
  • Chinesischer grüner Tee quillt bei der Zubereitung auf, wählen Sie deshalb ein ausreichend großes Teesieb. Von Papier- oder Stofffilter raten wir ab, da beides Aroma und Inhaltsstoffe schluckt.
  • Wir empfehlen gefiltertes Leitungswasser für die Zubereitung, da Kalk den Geschmack verändert.
  • Grüner Tee eignet sich für einen zweiten Aufguss, gute Qualitäten auch für 3-5 Aufgüsse. Verlängern Sie die Ziehzeit dafür jeweils um eine Minute pro weiteren Aufguss.