japanischer grüner tee

Japanischer Grüner Tee – eine kleine Geschichtsstunde

Japanischer Grüner Tee gehört zu den hochwertigsten und teuersten Teesorten der Welt. Erfunden wurde das Teetrinken allerdings in China. Erst im 6. Jahrhundert kam Tee von China nach Japan. Ab dann hat sich die Teekultur auf der Insel allerdings eigenständig weiter entwickelt. In diesem Beitrag beleuchten wir deshalb die Geschichte von Grüner Tee aus Japan.

Die japanische Teekultur

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Japanische Teezeremonie

Bereits im Jahr 2727 v.Chr. wurde das Teetrinken in China entdeckt, wenn man der Legende glaubt. Der chinesische Kaiser Shen Nung gilt als sein Entdecker, ihm hat der Wind nämlich Blätter eines wild wachsenden Teebusches in seine Tasse geweht. Tee gilt auf jeden Fall als ältestes Getränk der Welt – neben Wasser. Die japanische Teekultur ist deutlich jünger. In den Jahren 572–622 n.Chr. herrschte Prinz Shōtoku über Japan, das bis dahin keinen nennenswerten Kontakt zu ihren Nachbarn auf dem Festland hatte. Shōtoku öffnete die Grenzen um Handel mit den Nachbarn zu betreiben. In dieser Zeit fanden viele Dinge ihren Weg nach Japan, auch die buddhistische Volksreligion. Von einer Handelsexpedition im 8. Jahrhundert brachten die Händler einige Teepflanzen mit sowie zwei chinesische Mönche, die diesen in Japan kultivieren sollten. In der Region Uji, nahe der damaligen Hauptstadt Kyoto wurden diese angepflanzt. Dies war die Geburtsstunde von japanischer grüner Tee. Von da an hat sich die japanische Teekultur eigenständig weiter entwickelt. 

Japanischer Grüner Tee im Wandel der Zeiten

Anfangs wurde Grüner Tee nur am kaiserlichen Hof getrunken. Er wurde hauptsächlich als Medizin verwendet. Nach und nach weitete sich der Konsum auch auf adelige und Mönche aus. In der Heian Periode (784-1185) entwickelte sich grüner Tee zu einem Genussmittel und wurde auch dem Volk zugänglich. Hier wurde auch die berühmte japanische Teezeremonie entwickelt und es wurden erste Tee Akademien gegründet – die noch bis heute existieren (Tendai Shu Schule).

Grüner Tee – Japan vs. China

Grüner TeeÜber die Jahre hat sich  die Herstellungsmethode von japanischem Grüntee von der chinesischen Methode entfernt. Neben den unterschiedlichen Anbaubedingungen (vulkanische Böden, salzigen Winde) hat sich auch ein anderes Herstellungsverfahren durchgesetzt. Während es in China üblich ist die Teeblätter in heißen Wokpfannen zu rösten um die Fermentation zu stoppen verwendet man in Japan heißen Wasserdampf um diesen Effekt zu erzielen. Dieses Verfahren nennt sich Uji-Methode und gibt dem Tee einen anderen Geschmack. Es bleiben außerdem mehr gesunde Inhaltsstoffe und Koffein enthalten. Japanischer Grüner Tee kennt deswegen heute viele eigenständige Sorten wie Sencha, Bancha und Kukicha.

Eine weitere Eigenheit von japanischer grüner Tee ist das Beschatten der Teebüsche. Dazu werden große Matten über die Teefelder gespannt und die Pflanzen wachsen im Schatten. Dieses Verfahren ist ebenfalls eine japanische Erfindung aus dem 19. Jahrhundert. Durch den Schatten findet weniger Photosynthese in den Blättern der Teebüsche statt und es entwickelt sich ein einzigartiges Geschmacksprofil. Ikonische Schattentee Sorten sind zum Beispiel Matcha Tee oder Gyokuro.

Auch das Aussehen von japanischer grüner Tee unterscheidet sich von den chinesischen Teesorten. In Japan werden die Teeblätter nadelförmig gefaltet, während in China eher gerollt wird. Dieses Verfahren ist ebenfalls eine Entwicklung der Uji Methode.

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  • Bancha
  • Sencha Fukujyu
  • Genmaicha
  • Gyokuro Asahi Schattentee

Heute ist das Teetrinken tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Es ist Bestandteil vieler Rituale, Zeremonien und Traditionen. Japanischer Grüner Tee ist den Japanern heilig, vergleichbar mit dem Bier der Deutschen. >> Hier japanischer grüner Tee kaufen